Peto-Vorsitzender Malte Franke mithilfe der AfD zum Vorsitzenden gewählt

Am Mittwoch, den 03.12.2025 tagte der Zweckverband Erziehungsberatung Langenfeld-Monheim und auch hier stand – wie bei so vielen Gremien nach der Kommunalwahl – die Wahl zum Vorsitzenden an. Der Zweckverband unterhält Beratungsstellen in Monheim und Langenfeld und bietet Eltern, Kindern und Jugendlichen Unterstützung bei allen Fragen, die während der Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und im Zusammenleben in Familien auftauchen können.

Für die Wahl zum Vorsitz kandidierte der Peto-Vorsitzende Malte Franke und Yannick Köpp für die SPD. Im ersten Wahlgang gab es noch ein Patt: Während Köpp die Stimmen von CDU & SPD erhielt, sammelte Franke die Stimmen von Peto & AFD, der Rest enthielt sich. Zur Überraschung aller trat Franke auch für den zweiten Wahlgang noch einmal an und konnte neben der AFD noch eine Stimme aus dem Verwaltungsbeirat gewinnen, so dass Köpp unterlag. Franke nahm die Wahl danach an.

„Ein unglaublicher Vorgang“, so Alexander Schumacher, Fraktions-Chef der SPD, fassungslos. „Was haben wir gerungen, um mit allen Vertretern im Stadtrat ein gemeinsames Statement zum Umgang mit der AFD zu finden. Auch wenn Peto anschließend noch eine weitere eigene Erklärung veröffentlichte, war der Grundsatz klar: Keine Mehrheiten mit der AFD.
Die gemeinsame Erklärung zur AFD ist hier abrufbar, die separate Peto-Erklärung ist hier abrufbar.

 

„Aber die PETO nimmt ihre eigenen Erklärungen offenbar nicht allzu ernst, wenn es um Posten geht – Hauptsache, am Ende profitiert die Partei davon. Die Erklärungen der PETO scheinen kaum den Wert des Papiers zu haben, auf dem sie stehen. Es ist ein Armutszeugnis an politischem Management, wenn selbst der Vorsitzende der PETO persönlich bereit ist, die Brandmauer zur AfD einzureißen“, zieht Schumacher das Fazit. „Wir fordern Malte Franke zum sofortigen Rücktritt auf, um weiteren Schaden von der Erziehungsberatungsstelle abzuwenden.“

Wenn die PETO ihre eigene Erklärung wirklich ernst nehmen und leben würde, wäre Malte Franke schon aus Anstand unmittelbar nach seiner Wahl zum Vorsitzenden von selbst zurückgetreten. Allerdings scheinen Posten derzeit wichtiger zu sein als klare politische Positionierungen.

Diesen Beitrag teilen:

Newsletter der SPD

Mit unserem Newsletter informieren wir alle Interessierten über das politische und gesellschaftliche Geschehen in Monheim am Rhein. Melde dich an, wenn du auf dem laufenden gehalten werden willst!

Ähnliche Beiträge