Rheinländer an der Weser

Vom Rhein zur Weser fuhren 50 Monheimer Sozialdemokraten der Arbeitsgemeinschaft 60 plus und ihre Freunde an einem der letzten Sommertage des Jahres. Ziel der Tagesfahrt war das Mindener Wasserkreuz, wo der Mittellandkanal mittels einer Brücke über die Weser geleitet wird. Doch zuvor wollte man mit Hilfe eines ortsansässigen Reiseführers die Stadt  erkunden. Schon von weiten erkannten die Reisenden am gewaltigen Denkmal des Kaiser Wilhelm I die Porta Westfalica. Aber auch die ehemalige Bischofs-, Hanse-, und Bezirksregierungsstadt hat ihren besonderen Reiz. So erfuhren die reisenden Monheimer SPD-Genossinnen und Genossen, dass Minden als preußisches Verwaltungszentrum für Minden, Ravensburg, Tecklenburg und Lingen um 1813 zur Festung ausgebaut wurde. Als die Mindener einen Bahnhof für die Köln-Mindener Eisenbahn errichten mussten wurde auch dieser als Festung ausgeführt.

Nachmittags fand sich die Reisegruppe am Schiffsausleger für Rundfahrten an der Schleuse ein. Der Höhenunterschied zwischen Weser und Mittellandkanal beträgt etwa 16 Meter, der beim Wechsel der Wasserstraßen mit Schleusen überwunden werden muss. Ausgerechnet die neue, leistungsfähige Schleuse war an diesem Nachmittag defekt, sodass  nur über Umwege durch die alten Anlagen die Rundfahrt durchgeführt werden konnte. ‚Eine um eine Stunde längere Schifffahrt lässt sich bei schönstem Sommerwetter auf dem Oberdeck sehr gut ertragen‘ bemerkte der Reisebegleiter der SPD-AG 60 plus, Ernst Wirtz. Die Rückfahrt verlief entspannt und völlig reibungslos.