Nur die Schlagzeile zählt?

Der Bürgermeister hat den Corona-Rettungsschirm für Monheim mit € 10 Mio. aufgespannt um die hier ansässigen Unternehmen in der Krise zu unterstützen. Die SPD hatte gefordert, die harten Kriterien unternehmerfreundlicher zu gestalten und konnte mit ihrem Ansatz überzeugen. Die betraf die Frage des Umsatzausfalls, der statt bei 60% Umsatzausfalle jetzt bei 50 % angesetzt wurde. Auch die Zahl der Mitarbeiter der Unternehmen, für die der Rettungsschirm in Frage kommt, wurde verändert, von 20 auf 25 Mitarbeiter.

Leider ist der Erfolg dieses Rettungsschirms nicht überzeugend. Bei der großen Zahl von in Monheim ansässigen Firmen wurden bis dato 99 Anträge gestellt. Davon wurden 41 Anträge, in Höhe von 130.000 € bewilligt worden. Und das bei einem Gesamtvolumen von € 10 Mio. Auf Nachfrage erklärten einige Firmen, dass die Anträge kompliziert auszufüllen sind und der Aufwand der Beschaffung notwendiger Dokumente recht hoch ist. Damit erklärt sich die SPD auch die geringe Zahl der Anträge. Wobei die Soloselbstständigen auch weiterhin durch das Raster des Rettungsschirms fallen.

Auch werden die Unterstützungsgelder erst nach erfolgter Prüfung überwiesen. Besser wäre es, erst zu handeln, die Gelder auszuzahlen und dann die Anträge zu prüfen. Selbst bei Hartz-4-Anträgen wird diese Verfahren angewandt. Weiter fordern wir, auch bei einer Umsatzeinbuße von 25 % den halben Hilfssatz aus dem Rettungsschirm zu gewähren. Verbunden mit einer leichteren Antragsstellung und einer nachgelagerten Prüfung kommt die Hilfe so mehr Unternehmen zu Gute und vor allem schneller.